Katholisches Profil

Wir möchten den Kindern und deren Familien in unserer Einrichtung den christlichen Glauben und die damit verbundenen Werte vorleben. Wir sind uns unserer Vorbildfunktion bewusst und wissen, dass wir diese Werte wie Respekt dem anderen Menschen und auch der Natur gegenüber verinnerlichen und aus unserer Überzeugung heraus handeln. Durch unser Handeln und Tun spüren die Kinder erst die Wertigkeit. Dabei ist uns der respektvolle Umgang miteinander besonders wichtig. Dieses wird durch vielfältige religiöse Symbole und Bräuche im Alltag der Kinder unterstützt (z.B. durch die Kirche, durch religiöse Feste, Lieder, Bilderbücher, Erzählungen, Rollenspiele, Gebete und Zeiten im Jahreskreis). Durch diese altersangemessenen religionspädagogischen Angeboten unterstützen wir die religiöse Aufgeschlossenheit der Kinder, auch für andere Kulturen und Religionen.

 

Unsere pädagogische Haltung

" Das beste was der Herrgott erschaffen hat, ist das Kind " Astrid Lindgren

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht jedes einzelne Kind mit seiner individuellen, einzigartigen Persönlichkeit. Jedes uns anvertraute Kind soll Akteur seiner eigenen Entwicklung sein. Wir begleiten, unterstützen und bieten vielfältige Möglichkeiten, damit es Schöpfer seiner eigenen Umwelt werden kann. Das Kind ist eigenständig und kreativ. Daher hat das freie Spiel bei uns einen sehr hohen Stellenwert. Das Kind setzt im Spiel seine vorhandenen Fähigkeiten und Erfahrungen ein, erprobt Neues, geht in die Eigenständigkeit und fördert seine Selbständigkeit. Daher ist es uns wichtig, dem Kind genügend Zeit und Raum, abwechslungsreiches Material und die freie Wahl seiner Spielpartner zu bieten, damit es seine eigenen Interessen und Fertigkeiten weiter entwickeln kann. Diese Entwicklung wird von uns beobachtet und dokumentiert, damit wir daran anknüpfen können, um neue Impulse zu setzen.

Voraussetzung für eine positive Persönlichkeitsentwicklung ist die Erfahrung von Zuwendung und Geborgenheit, von Annahme und Vertrauen, von Anerkennung und Bestätigung. Unser Bestreben ist es, diese Atmosphäre in der Kita zu schaffen, damit die Fähigkeit des Zusammenlebens in der Gemeinschaft wächst und die sozialen, emotionalen Kompetenzen gestärkt werden. In dieser Gemeinschaft haben Eltern bzw. Familien ihren festen Platz.

 

 

Eingewöhnung

Wenn Sie die Bestätigung für einen Kita- Platz von unserer Einrichtung erhalten haben, bekommen Sie im Frühjahr eine Einladung zu einem Informations- Elternabend. An dem Abend erhalten Sie einige Informationen für einen guten Start in den Kindergarten, auch über die jeweiligen Termine und den Ablauf der Eingewöhnung. Die Eingewöhnung richtet sich individuell nach den Bedürfnissen jeden einzelnen Kindes und in Anlehnung an das Berliner Eingewöhnungsmodell. Damit sich Ihr Kind in der neuen Umgebung der Kita wohl fühlen kann, braucht es in der ersten Zeit Sie als vertraute Bezugsperson. Die Bezugserzieherin beschäftigt sich ganz intensiv mit Ihrem Kind und baut so eine Beziehung zu Ihrem Kind auf. Ziel dieser intensiven Zeit ist es, dass sich Ihr Kind von der Bezugserzieherin begleiten, sich anziehen und sich trösten lässt. Während dieser Zeit bleiben Sie in der Einrichtung. Zuerst mit Blickkontakt im Gruppenraum, und dann in erreichbarer Nähe im Eingangsbereich. Erst wenn das Kind sein Einverständnis gibt, dass Sie für eine kurze Zeit die Einrichtung verlassen können, wird dieser Schritt umgesetzt. Ihr Kind braucht das nötige Vertrauen in seine neue Umgebung und soll mit Freunde und positiver Erfahrung den Kindergarten kennenlernen. Da jedes Kind unterschiedlich die Beziehung zu anderen Personen aufbaut, gestaltet sich auch jede Eingewöhnung individuell. Bitte nehmen Sie sich genügend Zeit für eine gute Eingewöhnung.  

 

 Bildung ist der Schlüssel für eine erfüllende Lebensbiografie. 

Bei unserer praktischen, pädagogischen Arbeit haben wir die Erziehung, die Bildung und die emotionale, soziale Entwicklung unter Berücksichtigung der jeweiligen Lebenswelt und seiner Erfahrungsmöglichkeiten stets im Blick. Jedes Kind braucht die Zeit und den Raum, sich und die Welt in seinem eigenen Tempo und mit seinen Fähigkeiten entdecken zu können. Um jedem Kind dies zu ermöglichen, richten wir uns nach den zehn Bildungszielen, aufgestellt und zusammen gefasst von Wissenschaftlern, Ärzten, Gehirnforscher und Ministern.

 

Bildungsziel- Bewegung 

"Bewegung ist eine elementare Form des Denkens."

                                                       Jean Piaget

Das Grundbedürfnis eines jeden Kindes ist es, sich zu bewegen und die räumliche und dringliche Welt mit allen Sinnen kennen und begreifen zu lernen. Durch das krabbeln, kriechen, klettern, hangeln, springen, hüpfen und rennen, balancieren, rutschen und schaukeln erfahren die Kinder ihren Körper und sie können Grenzen austesten und erweitern. Sie trainieren ihre Motorik und Körperkoordination, stärken ihr Selbstvertrauen und entwickeln ihr Selbstbewusstsein. Dies findet nicht nur innerhalb der Räume statt, sondern auch auf unserem großen naturnahem Außengelände. Die Kinder können während des gesamten Kindergartenalltags das Außengelände nutzen, um vielfältige Erkundungen und Erlebnisse zu erfahren.

Seit 2013 sind wir eine anerkannte Bewegungskindertagesstätte, wodurch wir ganzheitlich die motorische, kognitive, soziale und emotionale Entwicklung der Kinder fördern. 

 

 

Bildungsziel- Körper, Gesundheit und Ernährung

"Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat darin zu wohnen."

                                                           Winston Churchill, englischer Politiker

 Einen entscheidenden Einfluss auf die körperliche und geistige Entwicklung hat eine gute Ernährung. Wir wollen den Kindern die Grundlagen einer gesundheitsfördernden und -erhaltenden Ernährung nahe bringen. Dies geschieht bei uns durch das morgendliche Frühstück, welches gemeinsam mit den Kindern zubereitet wird. Neben einem vollwertigen Brot stehen den Kindern Aufschnitt, Obst und Gemüse, Milchspeisen und Müsli zur Verfügung.

 Bei dem Mittagessen, dass in unserer Einrichtung jeden Tag frisch mit regionalen und saisonalen Zutaten zubereitet wird, sind uns nicht nur Tisch- Manieren, sondern auch eine gemütliche Atmosphäre und die Erweiterung des Sozialverhaltens wichtig. Mit den jüngeren Kindern essen wir gemeinsam um halb zwölf. Auch die jüngeren Kinder werden an die Tischmanieren und die Selbständigkeit herangeführt. die älteren Kinder essen um halb eins. Nach dem Essen gehen die Kinder in die Mittagsruhe bis 14.00 Uhr.

 

Sprache und Kommunikation

"Sprache ist der Schlüssel zur Welt."

                            Wilhelm von Humboldt

 

 Grundlegende Voraussetzungen für die emotionale und kognitive Entwicklung von Kindern ist die Sprache und Kommunikationsfähigkeit. Sprache ist das zentrale Mittel für Menschen, Beziehungen zu ihrer Umwelt aufzunehmen und sich in ihr verständlich zu machen. Für die Sprachentwicklung der Kinder spielen Bezugspersonen eine zentrale Rolle. Kinder erschließen sich durch die Kommunikation mit Erwachsenen und anderen Kindern und durch dessen Sprachvermögen die Welt und entwickeln einen Wortschatz, Aussprache und Satzbau. Deshalb ist es für uns wichtig, eine sichere und vertrauensvolle Bindung zu den Kindern aufzubauen und eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Nur in dieser Umgebung hat das Kind Vertrauen, sich selber mitzuteilen und sich einzubringen. Alltägliche Gespräche beim Spiel, am Frühstückstisch, beim Mittagessen, bei der Begrüßung, bei der Bilderbuchbetrachtung- Erzählung oder der Konfliktbewältigung sind uns besonders wichtig.  

 

Soziale und (inter-) kulturelle Bildung

"Ob ein Kind zu einem warmherzigen, offenen und vertrauensvollen Menschen mit Sinn für das Gemeinwohl heranwächst oder aber zu einem gefühlskalten, destruktiven, egoistischen Menschen, das entscheiden die, denen das Kind anvertraut ist, je nachdem, ob sie ihm zeigen, was Liebe ist oder aber dies nicht tun." 

                                                                                                                                        Astrid Lindgren

 Wir begleiten die Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, der Entwicklung der Identität, der sozialen und emotionalen Verhaltensvielfalt und erkennen und schützen ihre Einzigartigkeit. Durch die gute Bindung zum Kind und einer guten Beobachtung spüren wir Unbehagen, Bedürfnisse und Sorgen der Kinder. Auch bei der Konfliktbewältigung versuchen wir das Kind in seinem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zu stärken. Durch den ihm entgegengebrachten Respekt lernt es anderen mit Respekt zu begegnen und durch das Verständnis seiner Gefühle lernt es, sich in die Gefühlswelt von seinem Gegenüber zu versetzen. Bei diesem Handeln steht die Kommunikation im Vordergrund und dadurch wird Partizipation und Inklusion somit selbstverständlich gelebt.

 

Musisch- ästhetische Bildung

"Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat." 

                                    Albert Einstein

Musisch- ästhetische Bildung bedeutet für uns, dass die Kinder einen Lebensraum drinnen und draußen erleben, der das Forschen, das Gestalten, das Genießen, das sinnliche ganzheitliche Leben erfahrbar macht. Wer kreativ ist, kann auch im Denken neue Wege gehen, sich schneller auf neue Situationen einstellen und schwierige Situationen meistern. In jedem Gruppenraum steht den Kindern ausreichendes, abwechslungsreiches Material für kreatives Schaffen jederzeit zur Verfügung. Die Kinder haben dieses stets im Blick und können sich immer wieder neu, auch durch das Tun der anderen Kinder inspirieren lassen.

 

 Mathematische Bildung 

"Das Interesse des Kindes hängt von der Möglichkeit ab, eigene Entdeckungen zu machen."

                                                                                                     Maria Montessori

Wir schaffen Voraussetzungen für die Mathematische Bildung durch den Umgang mit alltäglichen Materialien. Dies geschieht durch eine ansprechende Raumgestaltung, der Nahrungszubereitung, des Tischdeckens, das Wissen über den eigenen Körper und das Entdecken der Natur. Hierdurch erzielen wir, dass die Kinder Gesetzmäßigkeiten, Strukturen, Formen und Linien entdecken. Durch die eigene Beobachtung und das Ausprobieren erweitert das Kind seine eigenen Kompetenzen.

 

Naturwissenschaftlich- technische Bildung

"Wir horchen staunend auf, wenn eine NASA- Sonde Wasser auf dem Mars entdeckt haben soll- aber wir haben verlernt zu staunen über das Wasser, das bei uns so selbstverständlich aus dem Hahn fließt." 

                                                                                                                Horst Köhler 

Wir geben den Kindern die Möglichkeit, sich durch erproben und Fragen, ihr Wissen über die Welt anzueignen. Hierdurch erkennen sie Zusammenhänge und entwickeln eine Grundhaltung. Wir möchten sie dazu hinführen, dass sie verantwortungsvoll mit ihrem technischen Wissen umgehen, um das Leben von Menschen, Tieren und der Natur zu schätzen und zu schützen. Dieses unterstützen wir zum Beispiel durch das Spielen an/ mit den Matschanlagen, in unserem Wäldchen, durch den Spaziergang und das Spielen im Wald. Auch die Bauklötze aus Holz oder das Werkeln mit Holz ist bei den Kindern sehr beliebt.

 

Ökologische Bildung 

"Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt von morgen aussieht."

                                                                              M.v. Ebner- Eschenbach  

 

Wir wollen die Kinder auf die Natur und ihre Wandlungen aufmerksam machen. Durch Naturerfahrungen soll eine positive Grundhaltung geschaffen werden. 

Die Kinder sollen die Natur und das was dort geschieht, erleben, spüren, und begreifen. Dies unterstützen wir zum Beispiel durch unser Hochbeet oder eigen angepflanzten Blumen, die unsere Kinder versorgen. Dadurch wird den Kindern der Jahreskreislauf bewusst und die Nachhaltigkeit erfahrbar gemacht.